Bebilderung des Bereichs: mons-2015

Das Projekt

Warum soll Mons Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2015 werden

Mons, die Kulturhauptstadt Walloniens, ein Ort mit Tradition und Zukunft und von großem Engagement hinsichtlich intereuropäischem Austausch spielt nach Antwerpen, Brüssel und Brügge seine Trümpfe aus, welche folgende Aktivposten umfassen: Kreativität mit Herz, Neue Technologien und durch den „lokalen Vertrag für die Zukunft“ abgesicherte Nachhaltigkeit in der Entwicklung.

Wie ein roter Faden durch alle bis 2015 angedachten Projekte zieht sich diese Kreativität mit Herz. Darunter ist eine enge Synthese von wirklich innovativem Schöpfungsgeist mit Emotionalität, Solidarität und aktiver Bürgerbeteiligung zu verstehen.

Die Neuen Technologien in der Kunst stellen auch in Bezug auf die für den Wettbewerb Europäische Kulturhauptstadt geplanten Vorhaben ein gemeinsames Element dar, so wie die Fußgängerbrücke über dem Bahnhof nach den Plänen des Architekten Santiago Calatrava, we ascript"> // --> lche die Altstadt und die zukunftsweisenden Neubaugebiete von Mons verbinden wird.

Es handelt sich hier um ein langfristiges Projekt: Die kulturelle Infrastruktur der Stadt wird ausgebaut, an dieser Stelle ist vor allem das Museum BAM/Beaux-Arts Mons und das Theater Manège zu nennen, das von den Zeitungen Le Soir und De Standaard als gelungenste architektonische Umsetzung in Wallonien gelobt wurde.

Das Programm, das wir nicht nur in Mons, sondern auch in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Provinz Hennegau sowei im übrigen Wallonien, in Flandern und in Nordfrankreich/Pas-de-Calais entwickeln, zielt auf eine nachhaltige Neustrukturierung unserer Stadt ab.

Where Technology Meets Culture

Unser Motto für die Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt lautet: „Mons, Where Rechnology Meets Culture“.
Es beschreibt eine Art Brückenschlag zwischen dem geschichtlichen und kulturellen Erbe der Stadt und ihrer Zukunft im Bereich der Künste und der digitalen Medien. So sollen auch die Gegensätze zwischen der Barockmusik und dem Google-Netzwerk, der Renaissancemalerei und dem Event Numediart, dem literarischen Symbolismus und Microsoft abgebaut werden. Jenseits dieser Begriffe und Symbole setzt der Architekt Santiago Calatrava diese Vorstellung auf sehr konkrete Weise um, indem er den neuen Bahnhof als Bindeglied zwischen der historischen Altstadt und den neuen Technologiestandorten konzipiert hat. Damit wird Mons wirklich fit für die Zukunft und für kommende Generationen gemacht.

Rundgang und Kulturkompass

Das Gebiet, das für die Veranstaltung Europäische Kulturhauptstadt miteinbezogen werden soll, kann als Kette konzentrischer Kreise rund um Mons beschrieben werden. Dieser sich teilweise kreuzende thematische Rundgang lädt die Besucher auf der Strecke von und in die Stadt mit einer Reihe attraktiver Angebote zum Verweilen ein.
Ihre Zahl nimmt immer mehr zu, je näher man sich Mons nähert.

Der erste Ring umfasst die Innenstadt sowie die 19 eingemeindeten Ortschaften.

Der Zweite umschließt die Provinz Hennegau, deren Hauptstadt Mons ist. Durch intensive Zusammenarbeit entsteht so zwischen den wichtigsten Orten und Institutionen ein dichtes Netzwerk.

Zum dritten Ring gehören die anderen großen Städte in Wallonien (Brüssel, Lüttich, Namur), die sich im Falle der Zuerkennung des Titels an Mons selbstredend bei der Veranstaltung Europäische Kulturhauptstadt einbringen werden, sowie die flämischen Zentren (Antwerpen, Brügge, Gent, Kortrijk (Courtrai), Mecheln (Malines)), welche sich ebenfalls beteiligen möchten. Es handelt sich hierbei um die erste gemeinsame kulturelle Kooperation zwischen den beiden Sprachgemeinschaften Belgiens. Ferner wird noch das französische Département du Nord involviert, mit dem die Provinz Hennegau erst kürzlich den kulturellen Austausch über die Städte Lille, Valenciennes und Maubauge intensiviert hat – auch zuvor schon pflegte Mons mit ihnen vielfältige kulturelle Partnerschaften.

Im Jahr 2015 bin ich 20

Es handelt sich hier um eine Kampagne auf Schul- und Vereinsebene mit einem breitgefächerten Aktionskatalaog zur Vorbereitung einer bestimmten Altersgruppe auf die Veranstaltung Europäische Kulturhauptstadt unter dem zukunftsorientierten und symbolischen Motto „Im Jahr 2015 bin ich 20“.



Sie richtet sich an alle Kinder, die im September 2008 im zweiten Jahr der Sekundarstufe sind.
Wir werden ihren Werdegang, ob nun in Bezug auf Schule, Wohnort oder Familie, bis zum Jahr 2015 begleiten und sie mit einer jährlich wechselnden Palette an besonderen Schul- und Freizeitangeboten auf das kommende Ereignis einstimmen.
Gleichzeitig bilden diese Schüler damit auch ein großes Netz aus aktivenBotschaftern innerhalb ihrer Familien, Vereine und Sportklubs.
Jeder von ihnen erhält eine nicht übertragbare Karte, die ihnen eine Reihe von Vorteilen einräumt, darunter auch Preisermäßigungen bei kulturellen Veranstaltungen in der ausgewiesenen Zone.

Partnerschaft mit der tschechischen Kulturhauptstadt

Mons möchte bei einer erfolgreichen Bewerbung ausdrücklich mit der anderen, in diesem Fall tschechischen, Stadt kooperieren, die zur gleichen Zeit Europäische Kulturhauptstadt sein wird. Denn tatsächlich teilen sich jedes Jahr zwei europäische Städte den Titel Europäische Kulturhauptstadt. Eine davon wird 2015 die Tschechische Republik stellen.
Die Art des Austausches hängt natürlich von der ausgewählten Stadt und den sich jeweils bietenden Kooperationsmöglichkeiten ab.
Bereits vor der endgültigen Entscheidung der Europäischen Kommission hat Mons Kontakte mit Pilsen geknüpft, der Partnerstadt von Lüttich.

Diese Woche haben wir Vertreter aus Lüttich, das sich bereit erklärt hat, uns zu unterstützen, nach Pilsen begleitet. Die Stadt bewirbt sich bisher als einziger tschechischer Bewerber offiziell um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2015.
Warum gerade eine Delegation aus Lüttich entsandt wurde, lässt sich leicht erklären: Schließlich unterhält Lüttich schon seit 1965 eine Städtepartnerschaft mit Pilsen, was uns die einmalige Möglichkeit bietet, von den dabei entstandenen engen Kontakten zu profitieren.  


Pilsen ist eine Stadt, deren Wirtschaft sich auf die Bereiche Automobilindustrie, Elektronik und Brauereiwesen konzentriert und die ein historisches Zentrum besitzt, das seit dem Mittelalter um die Kathedrale St. Bartholomäus gewachsen ist: ein geschichtsträchtiger Ort, der sich dem aufstrebendem Kultursektor stärker öffnen möchte.
Während zahlreicher Gespräche vor allem mit der Kulturreferentin Frau Krejsova, dem Wirtschaftsbeauftragten Herrn Duchek, und Petr Simon, dem Projektmanager der Kampagne Pilsen 2015, konnte ein Konzept für die künftige gemeinsame Zusammenarbeit mit folgenden Schwerpunkten skizziert werden:

- Aufbau eines kulturellen Dreiecks Mons-Lüttich-Pilsen
- Förderung der Neuen Technologien am Standort Pilsen Borska: Kooperationsmöglichkeiten mit unseren eigenen Projekten Virtualis (Förderzentrum für digitale Medien) und Numediart (Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen) - Praktikantenprogramm in Mons und Lüttich - Workshops für digitale Medien (Bild/Ton) in Pilsen
- Zeitgenössische Kunst: eventueller Austausch in den Bereichen Musik (Ensemble Musiques Nouvelles: Förderprogramm für junge tschechische Komponisten) und Theater eventuelle Einladung des Marionettentheaters von Pilsen
- Schwerpunkt Brauereiwesen allgemein: von der Großbrauerei (Pilsen – Pilsener Urquell) bis zum mittelständischen Unternehmen (Mons – Saint Feuillien)
- Teilnahme von Mons/Lüttich an dem jährlichen französisch-tschechischen Festival Bonjour Plzen
- Überlegungen zu einem möglichen Austausch von Ausstellungen: Design (z. B. Glas), Jugendstil etc.
- Besuchsprogramme und Kommunikation zwischen Jugendlichen beider Städte über das E-Teaching-Portal „20 Ans en 2015“

Wir gewannen bei dem Besuch den Eindruck, dass auf tschechischer Seite ein starkes Interesse an einer Zusammenarbeit besteht, aber natürlich haben beide Partner noch nichts offiziell enschieden. Zudem muss noch abgewartet werden, ob sich in den nächsten Wochen weitere tschechische Städte um den Titel bewerben und sich somit noch andere Partnerschaftsmöglichkeiten ergeben.

Partnerschaft mit anderen Europäischen Kulturhauptstädten

Beteiligung an den Programmen für die Veranstaltung Europäische Kulturhauptstadt

z. B.: Luxemburg 2007: Klangkunstevent City Sonics, Othello-Inszenierung (Regie: F.Dragone), BallettaufführungMotion Duo (Choreographie: Michèle Noiret), Konzert des Ensembles Musiques Nouvelles, Ausstellung Migrations (Sammlung politischer Plakate der Triennale de l'Affiche Politique).

Wir sind derzeit damit beschäftigt, Verbindung zu den Teams von Pecs 2010 und Tallinn 2011 aufzunehmen.

Im Rahmen der Partnerschaft mit Linz 2009 sind die folgenden Maßnahmen geplant bzw. wurden bereits umgesetzt:

- Im Rahmen der „Academy of the Impossible" - also der Akademie des Unmöglichen - veranstaltet das CECN in Linz vier Workshops im Zeitraum 2008 bis 2009. Bei den Workshops dreht sich alles um Digitales in Bild und Ton.
- Der Schriftsteller Franzobel wird im Oktober 2009 an der Ecole d'interprètes internationaux, dem Ausbildungsinstitut für Dolmetscher in Mons, zu Gast sein.
- Auf dem Festival au Carré wurde die französischsprachige Fassung von Sterne von Martina Winkel aufgeführt.
- Ulrich Fuchs, Projektleiter von Linz 2009, hat am 14. Januar 2009 im Rahmen der Mons Métropole eine Konferenz gegeben.